 |
 |
 |
200 Mosel-km von Koblenz bis Konz.
Viele Teilnehmer, wie die Pfälzer vom MBC Pirmasens, hatten die
weite Anfahrt nicht gescheut, waren dem Aufruf des Landesverbandes
Motorbootsport Rheinland-Pfalz gefolgt und trafen sich im Bootshaus
des Ruder-Clubs Traben-Trarbach. Nach der Begrüßung durch Horst
Scheidweiler vom Gastgeber RCTT, hatte Reiner Blumberg vom LVM-RLP
auch gleich das erste etwas heikle Thema parat: die Erhöhung der
Wasserpacht. Hier meinen wohl einige Minister in Berlin, die reichen
Skipper mit ihren Superyachten liegen alle in Deutschland. Doch die
Wirklichkeit sieht anders aus und so manchem von den hohen
Spritpreisen gebeutelten Skipper wurde wohl flau im Magen, als er
von den WSA-Vertretern, Sven Henneboel und Willi Bornemann, hören
musste, dass es durch die vielen Änderungen in den neuen
Pachtverträgen in manchen Fällen zu einer Erhöhung um fast 100 %
kommen kann. Hier sei jedem Club dringend empfohlen das Gespräch mit
dem WSA zu suchen und sich vorher um vergleichbare ortsübliche
Preise zu informieren. |
 |
Nicht bestätigen konnten Achim
Bartholome (WSP-Bernkastel) und die beiden WSA Vertreter, was so in
den letzten Wochen zum Thema Schleusen(ärger) durch die Fachpresse
geisterte. Die Moselschleusen werden inzwischen über ihre Kapazität
beansprucht, was allein über 5500 Vorrangschleusungen an der nahen
Schleuse Zeltingen deutlich machen und da kann es in Einzelfällen
schon mal zu kleineren Wartezeiten an den Großschleusen kommen. In
der Diskussion wurde dies von den Skippern bestätigt und angeregt,
nicht zu langsam hinter einem Binnenschiff in die Schleuse zu fahren
und die Berufschiffer durch das Schleusenpersonal aufzufordern, den
Propeller nach dem Festmachen abzustellen. Statt Leerschleusung auch
mal eine Gruppe kleinerer Boote in der Großschleuse mitzunehmen, das
bringt Erfahrung für die Zukunft mit einem größeren Boot. Das
Schleusenpersonal wird mittlerweile von der WSA durch
Antistressseminare geschult und wenn die Moselskipper ab der
kommenden Saison vor der nächsten Schleuse statt dem Handy, wieder
das bewährte Funkgerät benutzen, sollte einem freundlichen
Miteinander nichts mehr im Wege stehen. Warum Funk? – Nun, die
Schleusenmeister sind angewiesen keine Handys zurück zu rufen und
über Funk kann man effizienter den gesamten Schleusenvorgang selbst
mit verfolgen. |
|
Wenn Marco Feltgen in seinem Büro sitzt
und arbeitet, hat er einen Logenblick auf die Mosel und kennt inzwischen
fast alle Schiffe die vorbei fahren. So hat er unter anderem herausgefunden, dass
16 große Hotelschiffe regelmäßig die beliebte Mosel befahren und
Touristen aus fernöstlichen Ländern wie China die neue Kundschaft sind. Egal ob Binnen-, Fahrgast- oder
Sportschifffahrt, ohne Aktivitäten auf dem Fluss hätten viele Cafes mit
Moselblick sicher weniger Gäste auf der Terrasse.
Offene Ohren fand zum Abschluss Helmut
Schink, Umweltreferent des LVM-RLP, bei seinem Werben für die
international sehr erfolgreiche „Blaue Flagge“. |
 |