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Zum dritten gemeinsamen
Informationsabend der Landesverbände Motorbootsport Hessen und
Rheinland-Pfalz konnte Helmut Schink mit großer Freude
Vorstandsmitglieder aus 18 Vereinen der Mittelrhein-Region im Bootshaus
des Ruderverein Ingelheim begrüßen. Dazu erschienen mehrere
Vorstandsmitglieder der beiden Verbände – Egon Schuster hatte wegen
eines Trauerfalls kurzfristig abgesagt -, der Motorbootreferent des ADAC-Mittelrhein, Beamte der WSP-Stationen Bingen, Mainz, Rüdesheim, St.
Goar und Wiesbaden, sowie Mitarbeiter der Wasser- und
Schifffahrtsverwaltung. |
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Der
Gastreferent des Abends, Michael Maul (Vizepräsident des Deutschen
Fährverbandes), stellte zu Beginn seines viel beachteten Vortrages
„Berufs- und Sportschifffahrt – Partner auf dem Wasser“ kurz seine
Berufsorganisation vor. So sind in Deutschland rund 350 Fähren
registriert. Bei der Mehrzahl handelt es sich um kleinere und
kleinste Fährboote zur Personenbeförderung, während etwa 110 den
Großfähren für Fahrzeug- und Güterbeförderung zuzurechnen sind. Äußerst
provokant stellte er zunächst fest, dass es keine Partnerschaft mit der
Sportschifffahrt geben könne. Dazu seien die Rahmenbedingungen einfach
zu unterschiedlich. Anschließend bekannte er sich aber selbst als
begeisterter Freizeitskipper und relativierte seine Aussage dahingehend,
dass es durchaus ein gutes Miteinander auf dem Wasser gebe. Er mahnte
bei den Bootsfahrern mehr Aufmerksamkeit hinsichtlich der hohen
Fahrgeschwindigkeit und begrenzten Manövrierfähigkeit moderner
Berufsschiffe an. Allerdings sei ein Mangel an notwendiger
Aufmerksamkeit auch ein Problem bei Berufsschiffern. Sportbootfahrer
sollten beim Passieren angelandeter Fähren unbedingt auf die Vermeidung
von Wellenschlag achten. |
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Klaus
Jansen (1. Vorsitzender des HELM) informierte u. a. über das
Qualitätssiegel des DMYV für Sportboothäfen. Nachdrücklich rief er die
Clubs zur Beteiligung an der Kampagne 2005 für die „Blaue Flagge“ auf.
Auch forderte er eine rege Beteiligung am nächsten Verbandstag des DMYV,
der am 02. und 03. April 2005 in Kassel stattfindet.
PHK Sebastian Sack (WSP Mainz) berichtete über die erfolgreiche
Arbeit der länderübergreifend arbeitenden AG-Außenborder, die
viel zur Aufklärung der sich in der Vergangenheit häufenden
Diebstahlsdelikte bei Booten und Außenbordmotoren beigetragen
hat. Wichtig sei im Schadensfall die sofortige Meldung an die
nächste Polizeidienststelle unter Angabe der genauen Boots- und
Motordaten. Zubehör sei individuell zu kennzeichnen und
besonders im Winterhalbjahr ausreichend zu sichern bzw. von
Bord zu nehmen. Er bot im Bedarfsfall hier die Beratung der WSP
an. |
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PHK Norbert
Hübscher (WSP Wiesbaden) betonte, dass es in der Saison 2004
erfreulicherweise im hiesigen Revier keine ernsthaften Unfälle mit
Sportbooten zu verzeichnen waren. Lediglich mehrere Festfahrungen
aufgrund mangelnder Umsicht und Revierkenntnis wurden vermeldet. Er
informierte über die erstmals in bundesweiten Aktionen auf Autobahnen
durchgeführten Trailerkontrollen, die auch im kommenden Jahr fortgesetzt
werden. Außerdem startet die WSP-Hessen in Zusammenarbeit mit
Sportvereinen und weiteren Organisationen eine Präventivaktion gegen die
Gefahren der bei Jugendlichen so beliebten Alkopops. |
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Baurätin Petra Schneider
vom WSA Bingen erläuterte die Entgeltrichtlinien im Zusammenhang mit den
anstehenden drastischen Erhöhungen der Land- und Wasserpachten für
Bundesgewässer. Die Umsetzung wird im Bereich des WSA Bingen allerdings
erst ab 2006 erfolgen. Hinsichtlich der von den Nutzern der Maaraue
vorgebrachten Fragen zur zunehmenden Verschlammung und den dadurch
bedingten Nutzungseinschränkungen konnten keine befriedigenden Antworten
gegeben werden.
Nach gut zwei Stunden konnte Helmut Schink wieder eine rundum gelungene
Informationsveranstaltung abschließen, die dem gegenseitigen Verständnis
aller auf dem Mittelrhein aktiven Behörden, Organisationen und den
Vereinen dient. In einem Jahr wird man sich in Wiesbaden-Schierstein
beim MCM wieder treffen. |
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Bericht/Bilder: Helmut
Schink/Reiner Blumberg |
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