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Kampf
dem Herztod beim MCP-Ludwigshafen e.V. In Gedenken an Heinz Schuler, der inzwischen seine letzte große Fahrt antrat. |
| In Deutschland sterben jährlich
130.000 Menschen einen weitgehend vermeidbaren Tod durch plötzliches
Herzversagen. Das ist nicht nur eine gesundheitspolitische, sondern
vor allem eine gesellschaftspolitische Herausforderung. Von den
jährlich vom plötzlichen Herzversagen Betroffenen überleben heute
nur 5%. Dabei hätten alle eine 75%ige Überlebenschance, wenn sie innerhalb von drei Minuten reanimiert würden. Denn nach spätestens fünf Minuten treten die ersten irreparablen Hirnschäden ein. Nach acht bis zehn Minuten ohne Reanimation ist der Patient in der Regel tot. |
Dürfen wir Jahr für Jahr 130.000
Mitbürger einen vermeidbaren Tod sterben lassen? Es ist eine weit verbreitete, aber falsche Meinung, dass vom plötzlichen Herztod fast ausschließlich alte Menschen betroffen sind. Es geht um Menschen jeder Altersgruppe, um Leistungssportler, Manager, um Arbeiter und Angestellte, auch Ärzte sind davon nicht ausgenommen. Es geht um Männer und Frauen, um Jugendliche und um Kinder, ja sogar um Kleinkinder. Jeder von uns kann schon morgen in der gleichen Situation auf Hilfe angewiesen sein. Einer von 350 Tag für Tag. |
![]() Reiner Blumberg, Kurt Thoni + Heinz Schuler |
Nicht nur viele Mitbürger, sondern auch viele Behörden und Ministerien sind heute noch der Meinung, dass der Rettungs- und Notarztdienst besonders in Großstädten schnell genug kommt und in wenigen Minuten beim Notfallpatienten ist. Dabei wird vergessen, dass die Hilfsfrist des Rettungs- und Notarztdienstes meist erst drei bis fünf Minuten nach einem Notfall beginnt. Deshalb kann bei einem plötzlichen Herzversagen der telefonisch gerufene Rettungs- und Notarztdienst in der Regel, auch unter günstigsten Voraussetzungen, nicht rechtzeitig beim Patienten sein. Helfen kann zu Hause nur der Angehörige, im Betrieb der Kollege, im Restaurant Gäste oder das Servicepersonal, im Fußballstadion der Nachbar. Und jeder kann diese Hilfe in kürzester Zeit erlernen. Nutzen Sie das Ausbildungsangebot der Hilfsorganisationen, Feuerwehren und Lehrinstitute. |
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Angeregt durch einen Beitrag des ZDF-Magazins "Praxis" und einem
Artikel in der "Wasserport des Westens", der heutigen Wassersport,
begannen einige MCP-Skipper im Kiefschen Weiher 2003 mit der
Spendenaktion zur Anschaffung eines AED Gerätes. Dieses Gerät
passte in das Sicherheitskonzept zur "Blauen Flagge 2004", zumal
bis zur neuen Saison noch ein auffrischender Erst -Helfer Kurs
hinzukam.
Mit der Übergabe des DEFI konnten nun die Initiatoren Heinz Schuler und Reiner Blumberg dieses lebensrettende Gerät an Kurt Thoni, stellvertretend für den Club, überreichen. "Herzlichen Dank an alle Skipper, die mit ihrer Spende im vergangenen Jahr mitgeholfen haben, den von der Björn Steiger Stiftung e.V. subventionierten automatischen externen Defibrillator (AED) zu erwerben. Wir hoffen alle, dieses Gerät nie einsetzen zu müssen" sprach Kurt Thoni den Mitgliedern seinen Dank dafür aus. |
Ein AED-Gerät ist ein leichtes,
handliches batterie- oder akkubetriebenes Gerät, das nach dem Einschalten
alle notwendigen Tätigkeiten akustisch klar und unmissverständlich
vorgibt. Die Anbringung der Elektroden ist auf diesen genau bezeichnet.
Der Herzrhythmus wird automatisch analysiert. Auch danach gibt das
Gerät alles genau und detailliert vor, was der Bediener zu tun hat
und das Gerät erklärt, was es selbst tut. Falls ein lebensgefährliches Herzrasen vorliegt, fordert das Gerät zur Defibrillation per Tastendruck auf. Es gibt auch alle notwendigen Hinweise, beispielsweise dass man den Patienten nicht berühren darf, wenn der Stromstoß ausgelöst wird. Die neuen Geräte erklären auch akustisch, wie die Reanimation mit Beatmung und Herz-Druck-Massage durchzuführen ist. Die AED-Geräte sind wartungsfrei mit mehrjähriger Garantie. Die Bedienung eines Defis ist schneller und einfacher zu erlernen als die Bedienung eines neu gekauften Fernsehgerätes. |
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Hat Sie der Bericht nachdenklich
gemacht? Wir danken allen Vereinen die inzwischen diesem Beispiel gefolgt sind und den DEFI für Ihre Mitglieder und Gäste angeschafft haben. Weitere Infos erhalten Sie bei der Björn Steiger Stiftung, die diese Geräte auch vergünstigt anbietet. |
| Bild zeigt den DEFI in einem Wandkasten mit Alarmierungssignal zur sicheren Aufbewahrung. | Text + Bilder: Reiner Blumberg + Björn Steiger Stiftung e.V. |