Landesverband Motorbootsport
Rheinland-Pfalz e.V.

 

Soziales Engagement beim Tag der offenen Fähre
Fährverein „Nibelungenland“ e.V., Lebenshilfe „Schwalbennest“ e.V. und Rhein-Boot Netz e.V. im ADAC
eröffnen gemeinsam die Bootssaison 2009

Mit dem Kommando „Leinen los“ eröffnete am 05.04.2009, bei Kaiserwetter, der Fährverein „Nibelungenland“ zusammen mit dem Rhein-Boot-Netz e.V. im ADAC die Bootssaison mit einem „Tag der offenen Fähre“. Jeder der Lust und Laune hatte, konnte an einer ca. 1-stündigen Fahrt auf dem Lampertheim Altrhein teilnehmen. Die Fahrt an sich war kostenlos, nur sollten die Mitfahrer bei der Lebenshilfe Lampertheim gegen ein geringes Entgelt Speisen und/oder Getränke kaufen. Dieser Kaufpreis war denn auch der symbolische Fahrpreis für die Rundfahrt. Der Erlös dieser Aktion kommt der Lampertheimer Lebenshilfe zu Gute.
Um Punkt 11.00 legte die Fähre zur ersten Rundfahrt ab. Die meisten Mitfahrer kannten den Lampertheimer Altrhein aus dieser Perspektive noch nicht. So kam es denn auch, dass die Skipper Werner Reuters und Erich Thomas, viele Fragen zur Fähre, zum Altrhein und zum Bootssport im Allgemeinen zu beantworten hatte.
Fragen, die da zum Beispiel lauteten: wie schnell fahren wir jetzt, wie schnell kann das Boot fahren, wie stark ist die Strömung im Rhein, ab wann kann man den Bootsführerschein erwerben, wozu benötigt man das Funkgerät?
Diese und noch viele andere Fragen wurden vom Fährführer und von den begleitenden Fährhelfern aus den beiden Wassersportvereinen mit großer Geduld beantwortet.
Rhein-Boot Netz
Am Ruder: Erich Thomas und Werner Reuters
Gefahren wurde stündlich von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Das Boot legte jedes Mal wieder mit durchschnittlich 40 Fahrgästen ab. Es war schon interessant mitzubekommen, wie der Opa seinem Enkel erklärte, wie und wo er schwimmen gelernt hat. Die Enkel können sich gar nicht vorstellen, dass jemand in einem offenen Fluss schwimmen lernen kann oder sogar schwimmen geht. Dafür gäbe es doch schließlich Schwimmbad und Schwimmhalle.
Während der Fahrt gab es dann auch noch Erklärungen über den Altrhein, über Fähren im Nibelungenland und über den Lampertheimer Hafen.
 
 
 
Rhein-Boot Netz
Das Rhein-Boot Netz Mitglied Ralf Kohl ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls an der Fährfahrt teilzunehmen. Er war extra aus Lohr am Main ausgereist, um sich ein Bild des Bootes und der Fahrstrecke machen zu können, von dem er ja schon so viel gehört hatte. Er war ganz begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten, die einem Bootsfahrer am Lampertheimer Altrhein geboten werden. Die letzte Fahrt wurde mit allen Beteiligten an diesem Event durchgeführt. Hier konnte man in Ruhe den Tag noch mal Revue passieren lassen. Am Nachmittag lies es sich das Präsidiumsmitglied des LVM-RLP, Achim Blumberg, auf dem Rückweg vom Verbandstag des Deutschen Motoryachtverbandes, nicht nehmen, beim Saisonanfang mit dabei zu sein.
Und gelohnt hat sich der Tag für alle Beteiligten. Der Fährverein „Nibelungenland“ und das Rhein-Boots Netz hatten einen tollen Auftakt in die Saison 2009, die Lebenshilfe Schwalbennest einen Erlös aus der Aktion von Rund 500,00 EUR. Der Fährverein „Nibelungenland“ und das Rhein-Boot Netz werden auch zukünftig mit ähnlichen Aktionen soziale Zwecke unterstützen.
Daneben kann aber jeder, der dies möchte, die Fähre für bestimmte Veranstaltungen mieten, z.B. für Geburtstagsfahrten, Jugendfreizeiten etc. Interessant und gleichzeitig auch erschreckend war, dass viele Jugendliche nicht wissen, wie schön das Hobby Sportboot fahren sein kann. Es beginnt schon damit, dass die Jugendlichen völlig falsche Vorstellungen, z.B. vom Erwerb des Bootsführerscheines haben. Bei einer spontanen Umfrage unter Jugendlichen auf der Bootstour mit der Fähre konnte festgestellt werden, dass viele der Jugendlichen nicht wussten, dass der Erwerb des Bootsführerscheins bereits mit 16 Jahren erfolgen und der Bootsführerscheins bereits mit einem Kostenaufwand von ca. 300,00 EUR inkl. Prüfungsgebühren erworben werden kann. Hier haben die Bootsvereine, und auch der Deutsche Motoryacht Verband sicherlich noch sehr Aufklärungsarbeit zu leisten, nicht nur in Richtung Rennsport, sondern auch und gerade in Richtung Breitensport.
Bericht: Werner Reuters