
| Oberrhein-Stammtisch 2008 beim MYCG Germersheim |
![]() |
![]() |
![]() |
Endlich wieder Oberrhein-Stammtisch!
Mister Oberrhein, Dieter Fillibek (CNKL), hatte es sicher nicht immer in der Vergangenheit einfach, geeignete Themen zu finden und da ist ja immer noch sein Traum, endlich mal ein Treffen mit Booten zu organisieren. So ging er, nach einer kurzen Begrüßung der Gäste und dem ausgezeichneten Pfälzer Buffet, gut gestärkt und gut gelaunt auch darauf ein. Ja, da gab es trotz guter Vorbereitung Probleme, aber das Ziel, ein Oberrhein-Stammtisch mit Booten, werde weiter verfolgt. Die Reaktionen zeigten auch ein deutliches Interesse der Vereinsvertreter, zumal gerade die jüngere Generation sich kaum noch an solche Highlights des Bootssports in der Region erinnern kann. Dann übergab er an Anne Hochreuther, Umweltreferentin des Landesverbandes Motorbootsport Rheinland-Pfalz. Diese nutzte die Gelegenheit und überbrachte die Grüße des 1. Vorsitzenden ihres Landesverbandes, der an diesem Wochenende an einem symbolischen Übergabeakt, der zu Ende gegangenen Landesgartenschau in Bingen und der zukünftigen Bundesgartenschau 2011 in Koblenz, mit einem Bootskorso zwischen den beiden Orten, teilnimmt. Dann ging sie auf die beiden Umweltseminare im November in Koblenz und Germersheim kurz ein, sowie auf die Umweltinitiative Blaue-Flagge und das Qualitätssiegel - maritim - des DMYV. |
![]() |
Anschließend berichtete Dr. Johannes Schmidt (DMYV a.D.) über den aktuellen Stand des gewünschten Anlegesteges an der zukünftigen Rheingalerie in Ludwigshafen. Dort unterstützt
er zusammen mit Gerd Appel (MC Altrip) den Landesverband
Motorbootsport RLP unter der Federführung von
Gisbert König und Egon Schuster, die in diesem Projekt eine große Bereicherung der geplanten
Gastronomie sehen. Stellvertretend für den Umweltkollegen aus Baden-Württemberg übernahm dann Peter Haag (CNKL+LVM-BW) das Ruder und präsentierte aus gegebenem Anlass das Thema Brandschutz auf Booten. Dieser sehr ausführliche PowerPoint-Vortrag für Umweltseminare in Baden-Württemberg hätte durchaus auf die Kernaussagen für den Stammtisch gekürzt werden können und es wäre vielleicht mehr in Erinnerung geblieben. Eine durchgeführte Nachfrage ergab leider, dass bisher nur sehr wenige auf ihren Booten Rauchmelder installiert haben. Ein Umstand, der bei den günstigen Preisen nicht zu verstehen ist. Der Fachschaftsreferent Pfalz, Eberhard Thiel (CNKL + LVM-RLP) berichtete, dass der 1. Vorsitzende Gisbert König leider verhindert sei und an einer Veranstaltung der Landesgartenschau Bingen/Bundesgartenschau Koblenz mitbeteiligt ist und dass dort auch Segelboote und muskelbetriebene Boote teilnehmen. |
![]() |
Aus dem Zuhörerkreis wurde
er zu dem wohl desolaten Zustand der Parkzonen-Schilder in den
Rheinauen befragt, was er an dem einen Schild im Reffenthal nun
nicht so dramatisch sah, was jedoch schlagartig alle aufwachen ließ
und richtige Stammtischatmosphäre erzeugte. Die Skipper klärten ihn
darüber auf, dass es viel mehr Schilder gibt und sich der
verantwortliche Landesverband wohl nicht mehr darum kümmert. Dr.
Johannes Schmidt, in seiner Zeit als zuständiger Referent des
Landesverbandes in RLP für die Aufstellung und Pflege der Schilder
zuständig , konnte die Meinung der Skipper bestätigen. Ernst Teschke (Ehrenrat des DMYV), damals aktiv in der Wassersportkommission klärte den Referenten darüber auf, dass sich diese Schilder in mehreren Altrheinarmen befinden und es dazu genaue Unterlagen geben muss. Hier ist Abhilfe bis zur nächsten Saison notwendig. Der 2. Vorsitzende des Landesverbandes Motorbootsport, Reiner Blumberg, verkniff sich glücklicherweise eine weitere Entschuldigung seines Chefs und berichtete kurz über die geänderte Fassung der Moselschifffahrtspolizeiverordnung, insbesondere über die erfolgte Angleichung der Promillegrenze auf 0,5 Promille. Dazu passte eine Frage ob bei Trunkenheit auf dem Boot automatisch der Kraftfahrzeugführerschein weg ist. Dies sieht ein Urteil des OLG Brandenburg, wie aus einem Zeitungsartikel auf den ersten Blick hervorgeht, wohl nicht so. |
![]() |
Hier konnte der Leiter der Wasserschutzpolizei Germersheim,
Erster Polizeihauptkommissar Kurt Mistler, die Skipper sehr ausführlich informieren und aufklären, man kann nur jedem Skipper und Autofahrer als Fazit die 0 Promillegrenze ans Herz legen.
Die Skipper aus dem Reffenthal berichteten von außerordentlichen Belästigungen durch das Begleitboot der Ruderer, welches seit einiger Zeit im Bundeswehrteil zu Hause ist. In diesem Teil gab es wohl auch schon einige Unfälle mit Ruderbooten, aber auch Belästigungen durch andere Landes- und Bundesorganisationen, welche hier ebenfalls üben. Der WSP waren diese Zustände, wohl aus gut gemeinter Kameradschaft unter Wassersportlern, bisher nicht gemeldet worden. Deshalb erklärte PHK Kurt Mistler die zutreffenden Verordnungen, welche die beschriebenen Belästigungen verbieten und für die auch keine Sondergenehmigung vorliege. Manfred Gäng (DMYV Präsidium + LVM-BW + CNKL) berichtete Neues vom Deutschen Motoryachtverband, unter anderem, dass die Führerscheinstelle von Hamburg nach Duisburg verlegt werde. Die Aktion Kids kommt ins Boot sei wohl in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz kein Erfolg gewesen, deshalb konnten die Jugendlichen aus beiden Bundesländern keine T-Shirts ihr Eigen nennen. Hier musste er sich von Herbert Brosig (Jugendleiter LVM-RLP) und Reiner Blumberg (2. Vorsitzender LVM-RLP) massive Kritik anhören. Diese hatten nämlich mehrere Aktionen in der vergangenen Saison durchgeführt mit Vereinen und Jugendlichen/Schülern. |
![]() |
Von T-Shirts oder
Ähnlichem war nichts nach RLP durchgedrungen. Hier mangelt es offensichtlich an der Kommunikation der DMYV-Vertreter aus dem Südwesten mit den Landesverbänden und Vereinen.
Erster PHK Kurt Mistler berichtete über Änderungen der ADR ab 2009, die pro Fahrzeugeinheit nur noch 240 Liter Benzin/Diesel beim Transport erlaubt, näheres wird man im Umweltseminar in Germersheim in seinem dortigen Referat erfahren. Sein Kollege PHK Werling hatte sich mit einer Verordnung der rheinland-pfälzischen Häfen befasst, die das sogenannte Kanistertanken verbietet. Da bei der WSP-Germersheim aber die Situation mit dem Mangel an Bootstankstellen bekannt ist und aus Umweltschutzgründen eine längere Fahrt zu den nächsten Bootstankstellen nicht sinnvoll erscheint, hat sich Polizeihauptkommissar Werling für den Germersheimer Hafen beim Betreiber um eine Ausnahmegenehmigung bemüht und nach Prüfung auch bekommen. Der Stammtisch honorierte diese Unterstützung mit großem Beifall. Dieter Fillibek kann mit dem Verlauf des Stammtisches und den Ergebnissen mehr als zufrieden sein, selten hat man das Glück, soviel Aufklärung und fundierte Antworten zu bekommen. Die Vereinschefs, die nicht persönlich gekommen waren und auch keine Vertretung geschickt hatten, haben wahrlich Einiges verpasst. Möglicherweise hatte sie auch nur das umweltlastige Programm vom Oberrheinstammtisch abgehalten oder man hätte ihnen eine Einladung zustellen müssen. |
![]() |
![]() |
| Bericht: Reiner Blumberg | |