30 Jahre Motorbootclub Pirmasens
![]() |
Durch die Einführung der Führerscheinpflicht für Führer von motorisierten Wassersportfahrzeugen Ende der siebziger Jahre gab die „Schule für Sportschifffahrt Saarbrücken" Kurse zur Vorbereitung auf die Prüfung zum Motorboot-Führerschein Binnen und Küste. Die theoretischen Kurse wurden in Pirmasens, in der Gaststätte „Schusterbrunnen" abgehalten. Die praktischen Übungen und die Prüfungen fanden in Saarbrücken und Saarlouis statt. Diese erfolgreichen Ausbildungen regten die Bootssportler an, einen eigenen Club zu gründen. Am 22. Mai 1978 gründete sich so der Motorboot-Club Pirmasens und gab sich eine Vereinssatzung. Zum Präsidenten wurde auf der Gründungsversammlung Dr. Peter Borger gewählt. Der Verein wurde Mitglied im Deutschen Motoryachtverband und im Stadtsportverband der Stadt Pirmasens. Die Gaststätte „Schusterbrunnen" diente in der Anfangszeit als Vereinslokal für die nun folgenden monatlichen Treffen. Sehr schnell wuchs der Club auf über 20 Personen. Von Anfang an bestand bei den Clubmitgliedern der Wunsch, ein Gelände an einem Gewässer und eine Anlegemöglichkeit dort zu besitzen. Durch die Initiative des Präsidenten Dr. Borger ist es gelungen, bei Nittel an der Mosel ein Ufergrundstuck zu nutzen. Bald zeigte sich jedoch, dass wegen der fehlenden Anlegemöglichkeiten das Grundstück nicht geeignet war. 1982 stellte Dr. Borger sein Amt zur Verfügung. |
![]() |
Als neuen Präsidenten wählte die Versammlung Herrn Dillmann, welcher dieses zwei Jahre ausübte. Aus der Amtszeit des folgenden Präsidenten, Robert Göller aus Münchweiler sind besonders zwei Club-Charterfahrten nach Holland und Helgoland zu erwähnen. Außerdem wurde ein neuer Stützpunkt zur Intensivierung des Vereinslebens an der Mosel gesucht und in Mehring gefunden. Mehr als drei Jahre bemühte sich der Vizepräsident Gerhard Schallmaier bei den zuständigen Behörden um die Genehmigung zur Ausbringung einer Steganlage in der Mosel. Nach vielen Schwierigkeiten, die aus dem Weg geräumt werden mussten, kam dann Anfang 1988 die erste Teilgenehmigung von der Bezirksregierung Trier. Zwischenzeitlich wurde durch vorbildliche Teamarbeit der Clubmitglieder an der Lautermündung eine alte Steganlage gebaut. Durch großzügige Unterstützung der Fa. Robert Brödel konnte die Anlage nach Pirmasens befördert und dort bei der genannten Firma gelagert werden. Im April 1985 wurde der Motorboot-Club Pirmasens als gemeinnütziger Verein anerkannt. Nachdem Robert Göller 1988 sein Amt zur Verfügung stellte, wählte die Generalversammlung Dieter Bockwinkel zum neuen Präsidenten. Dieser griff sofort den Ausbau der Steganlage auf. Gemeinsam mit Gerhard Schallmaier wurden ergänzende Gespräche „vor Ort" geführt. |
![]() |
Durch seinen persönlichen Einsatz beim
Wasser- und Schifffahrtsamt in Trier ist es Dieter Bockwinkel
gelungen, die letzte, noch ausstehende Teilgenehmigung (Statik)
zu erhalten. Nach einer vierjährigen Genehmigungsphase konnte endlich mit dem Ausbau des langersehnten Stützpunktes an einem schiffbaren Gewässer begonnen werden. Der Landesverband Motorbootsport Rheinland-Pfalz, unter seinem damaligen 1.Vorsitzenden Egon Schuster, unterstützte den Bau. Mit dem Clubgelände in Mehring an der Mosel hat der Verein seitdem für seine Mitglieder einen Heimathafen, der insbesondere durch seine familienfreundliche Ausrichtung ein beliebter Treff ist. Nach 20 Jahren erfolgreicher Vereinsarbeit konnte Dieter Bockwinkel sein Amt kürzlich an Stefan Schallmaier, der durch eine ebenso familienfreundliche Crew unterstützt wird, wieder in jüngere Hände weitergeben. Zum 30-jährigen Jubiläum trafen sich viele der Mitglieder auf dem Vereinsgelände in Mehring. Reiner Blumberg überbrachte dort die Glückwünsche vom Landesverband Motorbootsport Rheinland-Pfalz und ging in seiner Rede auf die 30-jährige Geschichte des Pfälzer Vereins ein, der die Pfalz ein kleines bisschen an die Mosel brachte. |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Bericht: G.Schallmaier (Archiv)/A. + R. Blumberg | |












