Landesverband Motorbootsport
Rheinland-Pfalz e.V.

 

Rhein in Flammen Niederheimbach bis Bingen/Rüdesheim

WSF-Budenheim
 
 
WSF-Budenheim
 
 
WSF-Budenheim

Bericht: Werner Brandmüller
Im letzten Jahr haben die Wassersportfreunde Budenheim mit 13 Booten im Motoryachtclub Bingen das Feuerwerk anlässlich der Veranstaltung Rhein in Flammen verfolgt. Leider ist ja eine Teilnahme an der eigentlichen Fahrt auf dem Rhein für Sportboote nicht möglich, da hier nur Boote der weißen Flotte zugelassen sind.
Spontan beschlossen wir, im nächsten Jahr auf einem Passagierboot mitzufahren. Allerdings war die Umsetzung nicht so einfach, da wir nach Möglichkeit ein Boot direkt für unseren Club anmieten wollten. Die Boote selbst sind für dieses Ereignis bereits lange im Vorfeld ausgebucht, aber etwas Glück und auch unsere guten Beziehungen zur Personenschifffahrt Nikolay, machte eine Teilnahme möglich.
Wir mieteten die Libelle an, ein kleines Party Charterboot mit Platz für 60 Gäste. Essen und Trinken lagen in unserer Verantwortung aber solche Bewirtungseinsätze sind ja für uns mittlerweile Routine.
Am 7.07.07 um 16:30 Uhr hieß es dann Leinen los für das Großereignis. Wir hatten uns schon lange auf diese Fahrt gefreut und dachten, dass diese Fahrt mit Sicherheit sehr schön wird. Vorab schon eine Feststellung: es war nicht nur sehr schön – es war einfach grandios.
Der Chef Hans Nikolay fuhr uns selbst. Zunächst ging die Fahrt rheinab nach Oberwesel, wo die Libelle drehte und nun wieder zu Berg fuhr. Es war so richtig etwas los auf dem Rhein. Überall fuhren Boote der weißen Flotte in allen Größenordnungen.
Die Fahrt führte zurück nach Niederheimbach, wo der Schiffskorso nach genauen Vorgaben ausgerichtet wurde. Insgesamt nahmen 57 Boote der weißen Flotte an der Fahrt teil. Weiterhin sah man eine ganze Reihe Boote der Wasserschutzpolizei und des Wasser- und Schifffahrtsamtes.
Es war gegen 22:30 Uhr als es endlich mit dem Feuerwerk los ging. Das erste Feuerwerk wurde gezündet und der Korso setzte sich in Bewegung. Aber nicht etwa langsam und gemütlich – nein – der ganze Pulk zog angeführt von einem Polizeiboot in flotter Marschfahrt rheinaufwärts. Ich bin mit Sicherheit ein erfahrener Skipper, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. 57 Schiffe auf recht engem Raum in schneller Fahrt - einfach unbeschreiblich prickelnd.
Dazu die traumhafte Natur unseres wunderschönen Rheintals. Vor der unvergleichlichen Kulisse, die das Rheintal mit seinen steil aufsteigend Bergen, den im Feuerwerk illuminierten Städten und den hell erleuchteten Burgen bilden, malen die explodierenden Feuerwerkskörper die bezauberndsten Bilder an den Nachthimmel. Die Stimmung war unwahrscheinlich. Nahezu alle Gäste hatten sich auf dem Achterdeck versammelt und blickten gespannt und fast ehrfurchtsvoll zum Himmel um dieses Spektakel zu genießen.
Als der Mäuseturm hinter uns lag und wir in Bingen-Rüdesheim angekommen waren, mussten sich die Schiffe für das prachtvolle Abschlussfeuerwerk kurz neu ordnen. Und dann kam es mit geballter Wucht – ein wirklich einmaliges Feuerwerk wurde von den Fachleuten abgebrannt. Mann kann dieses Erlebnis einfach nicht beschreiben. Man muss es selbst erleben und es wird unvergesslich sein.
Wie Sie mit Sicherheit merken bin ich noch voller Begeisterung für diesen einmaligen Abend. Natürlich war es auch das wirklich schöne Wetter, das uns nach Tagen voller Regen so richtig verwöhnt hat. Weiterhin hat auch Hans Nikolay in seiner souveränen Schiffsführung und seiner Stimmungsmusik an Bord, die selbst auf die anderen Boote übergeschwappt ist, seinen Beitrag zu dieser Riesenparty geleistet.
Eins ist heute schon für uns klar: Wir werden diese Fahrt mit der Libelle wiederholen und uns einfach noch einmal von unserem geliebten Vater Rhein in Flammen begeistern lassen.