
| Mittelrhein-Info 2007 |
![]() ![]() | Die Landesverbände Hessen und Rheinland-Pfalz luden wie alljährlich zum Abschluss der Saison zur Ausspracheveranstaltung „Mittelrhein-Info 2007“ ein. Gastgeber war der Kanu-Club Mainz-Kostheim (KCK) in seinem Clubhaus auf der Maaraue. Herr Hans-Günther Metzler, zweiter Vorsitzender des KCK, konnte als Gastgeber zahlreiche Gäste begrüßen.
Als Ehrengäste dieser Veranstaltung konnte der Vorsitzende des Hessischen Landesverbandes Motorbootsport (HELM) Herr Michael Wagner an diesem Abend die Dienststellenleiter oder Vertreter der Wasserschutzpolizeistationen aus Gernsheim, Wiesbaden, Mainz, Rüdesheim und Bingen, von der zentralen Ermittlungsgruppe der Wasserschutzpolizeiabteilung Hessen Herrn PHK Wetzel und den Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Bingen Herrn Martin Mauermann begrüßen. Teilnehmer waren neben den Damen und Herren aus den Vorständen der Landesverbände Rheinland-Pfalz und Hessen die Vertreter von immerhin 18 Wassersportvereinen beiderseits des Rheins. Neues aus den Landesverbänden berichteten die Landesvorsitzenden Michael Wagner und Gisbert König. Auch Informationen von der Länderratssitzung und vom Deutschen Motoryachtverband konnten an die Anwesenden weitergegeben werden. Erfreulich waren die Erfolge der Jugendlichen bei nationalen und internationalen Meisterschaften. Einen besonderen Dank richtete Herr Wagner an den Landesjugendleiter des HELM, Herrn Edgar Rinke vom Hanauer Boots-Club, der in diesem Jahr wiederum die Hessenjugend zum Gewinn der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft führte. Neues aus den Gremien des Deutschen Motoryachtverbandes und über die Zukunft des Verbandes berichteten M. Wagner und G. König. Dabei ging es hauptsächlich um die Themen Wasserrahmenrichtlinien, roter Diesel in der Sportschifffahrt, Erhöhung der Wasserpachten, Überarbeitung des Binnenfahrtenführers des DMYV und um die Jugendarbeit im Jahr 2008. Die Jugendarbeit ist eine große Aufgabe für die Vereine und die Verbände in den kommenden Jahren, wobei auch auf den Umstand hingewiesen wurde, dass alle aktiven Jugendgruppen in den Vereinen seit diesem Jahr über den Deutschen Motoryachtverband versichert sind. Ebenso wurde über die Problematik im Eicher See berichtet. Hier hatte der Landesverband Rheinland-Pfalz in den 80ziger Jahren Ankerbojen ausgelegt, die jetzt erneuert und besser verankert werden müssen. Ein separater Themenbereich war die Behandlung der Problematik der Boots- und Motorendiebstähle und des Vandalismus an und auf Sportbooten. Hierüber berichteten aus erster Hand die Herren Korn und Wetzel von den WSP-Stationen Mainz und Wiesbaden. In Hessen sind bis Ende Oktober 2007 insgesamt 43 Motordiebstähle und 32 Sportbootdiebstähle aller Kategorien gemeldet bzw. angezeigt worden. Allein in der Nacht vom 11./12. Juli 2007 sind im Schiersteiner Hafen 16 Außenbordmotoren in der Leistungsklasse bis 15 PS gestohlen worden. |
![]() ![]() | Die Täter hatten ein leicht zugängliches Boot im Hafen entwendet und zum Abtransport bzw. Abbau der Motoren genutzt. In Rheinland-Pfalz wurden bis jetzt 71 Motoren gestohlen, davon in der Nacht vom 03./04. Okt. 2007 ebenfalls 16 Außenborder. Die Beamten wiesen noch einmal auf die Wichtigkeit der sogenannten F.I.N.E-Gravierung der Motoren und Ausrüstungsteile hin. Bis jetzt wurden in Hessen 750 Gegenstände, vom Motorboot bis hin zum maritimen Ausrüstungsgegenstand, graviert, davon alleine 406 Motoren aller Größenordnungen. Informationen der Wasserschutzpolizei für die Wassersportler erläuterte der Dienststellenleiter der WSP-Station Rüdesheim, Herr Guido Kleemann, und Herr Bredel von der WSP-Station Bingen.
Die Anwesenden wurden von Herrn Kleemann darüber informiert, dass es in der abgelaufenen Wassersportsaison kaum zu nennenswerten negativen Berührungspunkten zwischen der WSP und den Wassersporttreibenden kam. Die Zahl der Unfälle auf dem Wasser, Vorfahrtsverletzungen oder Festfahrungen bewegten sich auf normalem Niveau, jedoch sei im Bereich der Alkoholdelikte eine Steigerung festzustellen. Aber auch Positives gab es zu berichten, so waren bis jetzt 70 Veranstaltungen auf dem Wasser perfekt und ohne besondere Vorkommnisse durchgeführt worden. Es gab auch einige Unfälle auf dem Rhein, wie z. B. im Sommer, als ein Offshore-Boot einen Frachter überholen wollte, in dessen Heckwelle geriet, der Fahrer die Kontrolle über das Boot verlor und es in einem Waldstück auf der Rettbergsaue „parkte“. Herr Bredel von der WSP-Station Bingen forderte die Vertreter der Vereine auf, die Mitglieder auf die Verkehrsregeln hinzuweisen, insbesondere Sog- und Wellenschlag zu vermeiden. Herr Mauermann, der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen, berichtete in launigen Worten über die geplanten Veränderungen der Häfen im Bereich des WSA von Mainz bis Rüdesheim. Er ermahnte die Teilnehmer, die Wasserrahmenrichtlinie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Nach knapp 3 Stunden konnte Herr M. Wagner die in einer sehr entspannten Atmosphäre verlaufene Veranstaltung schließen und wünschte allen einen guten Nachhauseweg. Die nächste „Mittelrhein-Info“ wird im Herbst 2008 durch den Landesverband Rheinland-Pfalz durchgeführt. Bericht: Gisela Menges (HELM) Bilder: Reiner Blumberg (LVM-RLP) |
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