Landesverband Motorbootsport
Rheinland-Pfalz e.V.

 

Mosel-Runde 2004 – Funk statt Handy beim Schleusen

Mosel-Runde 2004 Mosel-Runde 2004






Mosel-Runde 2004
200 Mosel-km von Koblenz bis Konz.
Viele Teilnehmer, wie die Pfälzer vom MBC Pirmasens, hatten die weite Anfahrt nicht gescheut, waren dem Aufruf des Landesverbandes Motorbootsport Rheinland-Pfalz gefolgt und trafen sich im Bootshaus des Ruder-Clubs Traben-Trarbach. Nach der Begrüßung durch Horst Scheidweiler vom Gastgeber RCTT, hatte Reiner Blumberg vom LVM-RLP auch gleich das erste etwas heikle Thema parat: die Erhöhung der Wasserpacht. Hier meinen wohl einige Minister in Berlin, die reichen Skipper mit ihren Superyachten liegen alle in Deutschland. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus und so manchem von den hohen Spritpreisen gebeutelten Skipper wurde wohl flau im Magen, als er von den WSA-Vertretern, Sven Henneboel und Willi Bornemann, hören musste, dass es durch die vielen Änderungen in den neuen Pachtverträgen in manchen Fällen zu einer Erhöhung um fast 100 % kommen kann. Hier sei jedem Club dringend empfohlen das Gespräch mit dem WSA zu suchen und sich vorher um vergleichbare ortsübliche Preise zu informieren.
Mosel-Runde 2004 Nicht bestätigen konnten Achim Bartholome (WSP-Bernkastel) und die beiden WSA Vertreter, was so in den letzten Wochen zum Thema Schleusen(ärger) durch die Fachpresse geisterte. Die Moselschleusen werden inzwischen über ihre Kapazität beansprucht, was allein über 5500 Vorrangschleusungen an der nahen Schleuse Zeltingen deutlich machen und da kann es in Einzelfällen schon mal zu kleineren Wartezeiten an den Großschleusen kommen. In der Diskussion wurde dies von den Skippern bestätigt und angeregt, nicht zu langsam hinter einem Binnenschiff in die Schleuse zu fahren und die Berufschiffer durch das Schleusenpersonal aufzufordern, den Propeller nach dem Festmachen abzustellen. Statt Leerschleusung auch mal eine Gruppe kleinerer Boote in der Großschleuse mitzunehmen, das bringt Erfahrung für die Zukunft mit einem größeren Boot. Das Schleusenpersonal wird mittlerweile von der WSA durch Antistressseminare geschult und wenn die Moselskipper ab der kommenden Saison vor der nächsten Schleuse statt dem Handy, wieder das bewährte Funkgerät benutzen, sollte einem freundlichen Miteinander nichts mehr im Wege stehen. Warum Funk? – Nun, die Schleusenmeister sind angewiesen keine Handys zurück zu rufen und über Funk kann man effizienter den gesamten Schleusenvorgang selbst mit verfolgen.
Wenn Marco Feltgen in seinem Büro sitzt und arbeitet, hat er einen Logenblick auf die Mosel und kennt inzwischen fast alle Schiffe die vorbei fahren. So hat er unter anderem herausgefunden, dass 16 große Hotelschiffe regelmäßig die beliebte Mosel befahren und Touristen aus fernöstlichen Ländern wie China die neue Kundschaft sind. Egal ob Binnen-, Fahrgast- oder Sportschifffahrt, ohne Aktivitäten auf dem Fluss hätten viele Cafes mit Moselblick sicher weniger Gäste auf der Terrasse. Offene Ohren fand zum Abschluss Helmut Schink, Umweltreferent des LVM-RLP, bei seinem Werben für die international sehr erfolgreiche „Blaue Flagge“. Mosel-Runde 2004